Stabilität neu gewinnen – Bewegung neu lernen

Stabilität entsteht nicht durch Stillstand. Sie entwickelt sich dort, wo Bewegung möglich bleibt, wo Vertrauen wächst und wo Menschen lernen, mit ihrem Körper wieder in Einklang zu kommen. Hier entfaltet Rehabilitation ihre Wirkung: Sie hilft, Schritt für Schritt neue Balance aufzubauen, physisch wie seelisch.

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Das gilt bei Arthrose ebenso, wie nach schweren Eingriffen das Gehen neu erlernen zu müssen. Rehabilitation bedeutet nicht, zum „alten Ich“ zurückzukehren, sondern mit dem, was ist, einen neuen, tragfähigen Weg zu finden.

Arthrose ist dabei ein gutes Beispiel. Sie ist längst keine reine Alterserscheinung mehr: Bereits bei rund 40 Prozent der 60-Jährigen zeigen sich Verschleißzeichen an den Gelenken – Tendenz steigend. Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und Unsicherheit im Alltag belasten nicht nur den Körper, sondern oft auch die Psyche.

Eine Reha kann helfen, Beschwerden zu lindern, Operationen hinauszuzögern – und Patient:innen im Fall eines notwendigen Gelenkersatzes gut vorzubereiten“, erklärt Prim. Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Direktor im Klinikum am Kurpark Baden sowie Medizinischer Geschäftsleiter von kokon und der Klinikum Austria Gesundheitsgruppe.

Porträt von Prim. Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Direktor vom Klinikum am Kurpark Baden, Facharzt für Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation

Prim. Dr. Christian Wiederer,
Ärztlicher Direktor im Klinikum am Kurpark Baden

Im Mittelpunkt der Reha stehen Bewegungs- und Trainingstherapie sowie eine gezielte Schmerztherapie. Durch den Aufbau stabilisierender Muskulatur, das Training von Koordination und Gleichgewicht sowie individuell angepasste Bewegungsprogramme gewinnen Patient:innen nicht nur körperliche Sicherheit zurück, sondern auch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

„Ziel ist immer, das betroffene Gelenk zu entlasten, Schmerzen zu reduzieren und die Funktion zu verbessern. So werden Alltagsaktivitäten erleichtert und Patient:innen können am Berufs- und Familienleben möglichst uneingeschränkt teilhaben sowie Freizeitaktivitäten nachgehen. Dadurch wird ein Gelenkersatz möglichst spät oder vielleicht auch gar nicht nötig “, so Wiederer. Weitere Therapien wie Ernährungsberatung, entzündungshemmende Maßnahmen, manuelle Therapie sowie Wärme- und Kälteanwendungen spielen in der Rehabilitation ebenfalls eine wichtige Rolle.

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