Med meets Art: Wenn Medizin auf Kunst trifft

Was verbindet Medizin und Kunst? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Doch beide leben von genauer Beobachtung, Aufmerksamkeit für Details und der Fähigkeit, Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Genau dieser Gedanke stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Med meets Art – Stadt, Land, Orte“, zu der das Klinikum Bad Gleichenberg am 5. März 2026 in die Bakerhouse Gallery in Graz eingeladen hat.




Mehr als 60 Ärzt:innen sowie Gäste aus Medizin und Wissenschaft nutzten den Abend, um Kunst zu entdecken und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen – bewusst einmal abseits des Klinikalltags. Die Ausstellung brachte zwei unterschiedliche künstlerische Perspektiven zusammen und zeigte, wie vielfältig der Blick auf unsere Umgebung sein kann.

Stadt und Land – Natur und Struktur

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die Fotografien von Prim. Priv.-Doz. Dr. Karl Horvath, Ärztlicher Direktor des Klinikums Bad Gleichenberg, sowie die Aquarelle von Prof. Dr. Wolfgang Domej. Beide Künstler setzen sich auf ihre Weise mit dem Thema Raum und Wahrnehmung auseinander.

Die Fotografien von Karl Horvath richten den Blick auf urbane Räume, Architektur und alltägliche Orte. Straßenszenen, Gebäude oder scheinbar unspektakuläre Plätze gewinnen durch seine Perspektive eine neue Bedeutung. Seine Bilder lenken den Blick auf Details und Strukturen, die im Alltag oft übersehen werden.

Mich interessiert weniger das spektakuläre Motiv als der zweite Blick. Fotografie kann zeigen, wie viel Struktur und Bedeutung in scheinbar gewöhnlichen Orten steckt.“
Prim. Priv.-Doz. Dr. Karl Horvath.

Gespräch vor den Werken von Karl Horvath.

Einen ruhigen Kontrast dazu bilden die Aquarelle von Wolfgang Domej. Seine Arbeiten zeigen alpine Landschaften, Wälder und Naturstudien in fein abgestimmten Kompositionen. Dabei fängt er Stimmungen und Veränderungen von Licht und Atmosphäre ein.

Besucherinnen im Gespräch mit Wolfgang Domej vor seinen Aquarellen.

„Malen ist für mich eine Form konzentrierter Beobachtung. Landschaften wirken auf den ersten Blick ruhig – tatsächlich sind sie voller Veränderungen in Licht und Stimmung.“
Prof. Dr. Wolfgang Domej.

Begegnungen jenseits des Klinikalltags

Im Anschluss an die Ausstellung nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Bei Getränken und Fingerfood entstanden Gespräche über Kunst, Wahrnehmung und natürlich auch über den medizinischen Alltag.

Der Abend zeigte, dass Kunst und Medizin mehr verbindet, als man zunächst vermuten würde. Beide Disziplinen leben von Aufmerksamkeit, sensibler Wahrnehmung und der Fähigkeit, Details zu erkennen und zu interpretieren.

Die minimalistische Architektur der Bakerhouse Gallery bot dafür den idealen Rahmen und ließ den Arbeiten der Künstler viel Raum zur Wirkung.

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2023 fand „Med meets Art“ damit bereits zum zweiten Mal statt und entwickelt sich zunehmend zu einem Treffpunkt für Begegnung und Austausch zwischen Medizin und Kunst.

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die Datenschutzbestimmungen.